Viele tolle Ideen am Themenabend „Prickeln Sie Ihre Kunden der Zukunft“!

Am Dienstag, den 4. April d. J. haben die Fontys Hogeschool Venlo und FloraZON einen Themenabend organisiert: Prickeln Sie Ihre Kunden der Zukunft. Die Besucher waren zahlreich erschienen, etwa 175 Floristen, Studenten und Züchter hatten den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden. 

Moderator und (vor allem) Inspirator Geert Maas führte durch den Abend und gemeinsam mit einem Diskussionsforum prickelte er das bunt gemischte Publikum mit einer flammenden Rede voller scharfer Statements.

Die Grundlage dieses Themenabends war eine Anfang Februar von den Fontys-Studenten durchgeführte Marktforschungsstudie. Sie fragten junge Menschen bis 25 Jahre aus den Niederlanden und Deutschland nach ihrem Interesse an Blumen und Pflanzen. Kaufen junge Menschen Blumen und Pflanzen für sich selbst? Warum oder warum nicht? Und was erwartet diese Zielgruppe eigentlich von einem Floristen?


Dozent Frank Bunte präsentierte die Ergebnisse der Studie. Einige beachtenswerte Zahlen besagen, dass junge Menschen fast nie Blumen oder Pflanzen kaufen: mehr als 70 % kaufen weniger als alle sechs Monate Blumen oder Pflanzen. Die wichtigsten Gründe, Blumen und Pflanzen zu kaufen, sind die Ausstrahlung der Produkte und ihre Schönheit. Junge Menschen verschenken Blumen und Pflanzen an Familienangehörige, besonders an Mütter und Großmütter. Freunde beschenken sie vor allem mit Spirituosen, Geld und Tickets für Konzerte, Events etc. Auch auf der eigenen Wunschliste haben Blumen keinen prominenten Platz.

Die Studenten waren den ganzen Tag bei FloraZON anwesend und hatten im Rahmen einer BizzWeek bereits eine Einzelhandels-Safari gemacht und mehrere Blumenanbieter besucht. Die Blumen und Pflanzen wurden als sehr ansprechend empfunden und die Studenten schossen mit großer Begeisterung Selfies mit ihren Lieblingspflanzen. Geert Maas wies darauf hin, dass junge Menschen also sehr wohl Interesse an Blumen und Pflanzen haben – die Frage ist nur, ob Floristen diese Zielgruppe erreichen.

Fontys-Kundenmanager Fré Jacobs schlug vor, Kinder schon früh für Blumen und Pflanzen zu begeistern. Weshalb im Schulgarten nicht einen Gemüsegarten anlegen? So erleben die Kinder selbst, wie schön Blumen und Pflanzen sind, wie es ist, in der Natur zu arbeiten und wie Obst und Gemüse wachsen.

Eveline Herben von der Vereniging van Bloemenveilingen Nederland präsentierte die Aktivitäten dieses Verbandes und sprach über die wichtige Lobby-Arbeit, die darauf ausgerichtet ist, dass für Blumen und Pflanzen in den Niederlanden auch weiterhin der niedrige Mehrwertsteuersatz gilt. Ferner betonte sie die Notwendigkeit, den Trend der Nachhaltigkeit und des umweltbewussten Unternehmertums zu verfolgen.

Im Namen der anwesenden Studenten nahm Daan Boonen Platz im Forum. Der frische Blick der Studenten auf die Branche und ihre eigenen Erkenntnisse zum Thema Blumen und Pflanzen führte bei den anwesenden Fachleuten zu neuen Einsichten. Zusammen mit Geert Maas wurden diese in konkrete Ideen für den Blumenladen umgewandelt.

„Verschenken Sie Emotionen und bringen Sie die Menschen so in Berührung mit Blumen und Pflanzen“, sagte Maas.
Diskussionsteilnehmer Lex Ebus griff diesen Gedanken auf und sagte, er würde in seinem Pflanzengroßmarkt ein Werbegeschenk im Sortiment aufnehmen. Die erste Aktion: ein Mini-Kaktus, jeweils 100 Stück zu einem attraktiven Preis. Floristen können diese Kakteen austeilen und Verbraucher so prickeln, doch einmal in ihrem Laden vorbeizuschauen.

Eigens für diesen Abend kreierte Geert Maas zwei Einzelhandelspräsentationen mit Blumen. Ganz traditionell, wie man sie oft sieht. Und einen richtigen Pflückgarten, wobei Blumen durcheinander aber nach Ausstrahlung gegliedert präsentiert werden. Verbraucher können hier selbst ihre Blumen pflücken und so ihren eigenen Strauß zusammenstellen. Diese Art der Präsentation sprach die anwesenden jungen Menschen sehr an. FloraZON reagiert entsprechend und verkauft ab sofort auch Blumen pro Quadratmeter. So können Floristen einen kompletten Pflückgarten ganz einfach und bequem einkaufen.

Die Fontys Hogeschool bot an diesem Abend auch einen Marketingkurs für Floristen an. Geert Maas spornte die Floristen an, wieder einmal die Schulbank zu drücken, aber auch, das Gespräch mit jungen Menschen zu suchen und zu hören, was sie bewegt und was sie von einem Besuch beim Floristen erwarten. Sein Rat: Ganz wichtig ist es, in Aktion zu treten.


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